In Kryoneri, wie in allen Außenbezirken rund um Athen, ist das Töten und Misshandeln von Streunern ein tägliches Auftreten. Das Leben in dieser Gegend und ein erklärter Tierliebhaber von Kind an zu sein, machte mich zu einem Aktivisten mit der Aufgabe diese armen Seelen zu retten, welche so brutal getötet werden. Die FOLA (Giftköder) sind die unfairste und grausamste Art ein unschuldiges Tier zu töten, aber hier, wie auch in vielen anderen Gegenden von Griechenland, ist es der gebräuchlichste Weg des Tötens. In dem Versuch so viele Tiere wie möglich von den gefährlichen Strassen zu retten, hab ich vor fünf Jahren mein Haus in ein kleines Asyl verwandelt. Tragischerweise haben selbst in meinen eigenen Garten  während meiner Abwesenheit tierfeindliche Nachbarn Giftköder geworfen und sechs unserer liebenswerten Streuner getötet. Natürlich hat das niemand gesehen, wie üblich kann man keine Geister anklagen. Auch habe ich eine Organisation gegründet und habe die Gemeinde um Hilfe gefragt, seitdem diese verantwortlich sind für Streuner nach dem Gesetz 3170/2003. Unglücklicherweise gibt die Gemeinde uns sehr wenig Hilfe, bezahlten ein paar Tierarztrechnungen mit großer Verspätung und sie sind desinteressiert an unseren Anstrengungen, weisen die Probleme von sich. Wir sind eine sehr kleine Gruppe ohne jede Hilfe und wir bekommen hier so gut wie keine Spenden oder  Beiträge, so dass wir gezwungen sind, die Finanzierung des ganzen Programmes aus unseren privaten Taschen  zu zahlen. Wir haben täglich mit vielen herrenlosen Tieren zu tun, speziell Hunde, welche verfolgt und getötet werden. Auch müssen wir um vernachlässigte und mißbrauchte Hunde der Farmer kämpfen, Hunde die als Vogelscheuchen in den Feldern angekettet sind, Hunde als Aufpasser in Hühnerställen, vernachlässigte gejagte Hunde die verhungern, Hunde mit Erlichia, Leismania, Psoriasis und vielen anderen Problemen. Auch gehen wir täglich herum und kastrieren Hündinnen und Kätzinnen. All die Jahre dränge ich die Angehörigen der Landesbehörden, Minister der Agrarkultur und Futter und die lokale Gemeinde, das Gericht zu bitten, ein Asyl aufzubauen. Um mitzumachen im offiziellen Kastrationsprogramm, Impfungen etc..und letztendlich sich für die Verurteilung der grausamen Vergiftungen an Streunern einzusetzen, in einer schriftlichen Erklärung an die Gemeinde von Kryoneri. Aber all unsere Tränen sehen der absoluten Gleichgültigkeit des griechischen Staates ins Gesicht. Liebe Tierfreunde in Griechenland und im Ausland, unterstützt uns in unserem Kampf gegen die Grausamkeiten und Mißhandlungen und helft uns, diese hilflosen Kreaturen zu retten und ein neues Heim zu finden und helft uns bei unserer schwierigen Aufgabe

 

Joanna Siokou

 

Wir vor Ort