Leishmaniose und Co.

Wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierschutz interessieren, werden Sie vermutlich im Internet surfen, von einer Homepage zur nächsten wechseln…

Sie werden feststellen, dass viele Organisationen „Tierschutz im Ausland“ betreiben und werden dort auch hin und wieder auf die Begriffe „Mittelmeerkrankheiten“- „Reisekrankheiten“- Leishmaniose“- „Erlichiose“ usw. treffen.

Bestimmt werden Sie dadurch sehr verunsichert, wenn Sie sich mit diesen Krankheiten noch nie befasst haben und werden schnell weiterklicken, weil ein derart erkrankter Hund für Sie nicht in Frage kommt- schließlich wollen Sie ja einen gesunden Hund, der möglichst lange bei Ihnen bleibt und der Ihnen viel Freude bereitet, ohne enorme Kosten zu verursachen.

Das ist durchaus verständlich!

ABER…

Sie sollten sich doch einmal die „Mühe“ machen, diese Begriffe als Suchwörter im Internet einzugeben. Sie würden sich wundern, wie viele „positive“ Berichte Sie finden werden. Viele Menschen entscheiden sich immer wieder für derart „erkrankte“ Hunde, weil genau DIESER Hund ihr „Traumhund“ ist. Und wenn man Erfahrungen mit Mittelmeerkrankheiten gemacht hat, verlieren diese oft ihren Schrecken.

Es gibt unzählige Hunde, die mit Leishmaniose sehr gut leben… entweder ist der Titer so niedrig, dass der Tierarzt gar nicht in Erwägung zieht, den Hund darauf zu behandeln, oder der Hund ist auf Medikamente „eingestellt“. Das bedeutet evtl., ein oder zwei Mal am Tag eine Tablette- Kostenfaktor im Monat: ca. 10 euro. Es gibt Unmengen von Hunden, die Leishmaniose- positiv sind und ein langes Leben gehabt haben oder noch vor sich haben…

Hunde, die einen geringen Titer haben und ein ganzes Leben keinerlei Medikamente dafür benötigen, weil sie niemals irgendwelche Krankheitssymptome haben…

Auch Berichte über Erlichiose- positive Hunde werden Sie zur Genüge finden… aber zum Glück sind es meistens Berichte, worin geschrieben wird, dass die Hunde „ihre Behandlung“ bekommen haben und damit das Thema „abgehakt“ werden konnte.

Wir möchten hier nichts „beschönigen“ oder „herunterspielen“… wir möchten Sie lediglich bitten, sich mit dem Thema zu beschäftigen, weil auch diese Hunde eine Chance bekommen sollen … nicht umsonst gibt es immer wieder Menschen, die sich gezielt auch solch eine Fellnase aussuchen.

Bitte holen Sie sich auch Rat bei Ihrem Tierarzt oder Heilpraktiker… sprechen Sie das Problem an und er wird Ihnen sicher Auskunft geben, wobei Sie merken werden, dass es immer die „eigene“ Meinung der Person ist, was er Ihnen rät und nicht unbedingt „wissenschaftliche Erkenntnisse“. Denn ansonsten würde es nicht vorkommen, dass es welche gibt, die bei diesen Diagnosen nur noch von „Ansteckung- Seuchen- Tod“ reden. Bei Hinterfragen ist es auch meist so, dass genau diese Personen GEGEN den Auslandstierschutz sind. Warum gibt es denn andererseits Tierärzte und Homöopathen, die sich selber genau solch einen Hund „anschaffen“ und mit ihm viele schöne Jahre verbringen? Sollten Sie sich wirklich in einen Hund verlieben, der solch eine Diagnose hat, holen Sie sich bitte mehrere Meinungen von „Fachleuten“ oder auch „Betroffenen“ ein!!

Glauben Sie nicht den Aussagen, dass man sich einen Hund von einem deutschen Züchter holen soll, um ein gesundes Tier zu haben… viel zu oft sind da „schwarze Schafe“ am Werk- „Vermehrer“, für die nur das Geld zählt aber nicht das Tier.

Wir möchten Ihnen hiermit nicht „vorgaukeln“, dass „positive Hunde“ immer das gleiche Leben führen wie gesunde Tiere!!!!! Natürlich kann es auch anders verlaufen- vor Allem, wenn die Krankheiten jahrelang nicht erkannt werden oder bereits ausgebrochen sind.

Wir möchten Sie einfach nur bitten, darüber nachzudenken, Infos einzuholen, sich damit zu beschäftigen, ehe Sie einem Tier jede Chance verwehren.

 

Hier geht es zu den "positiven Hunden"